Biografie Lebensgeschichte

Biografie: Definition „Biografie“ (auch: Biographie) leitet sich aus dem Griechischen ab und heißt so viel wie „Leben schreiben“. Dementsprechend bedeutet eine Biografie schreiben, die Lebensgeschichte einer Person zu verschriftlichen. Häufig handelt es sich dabei um berühmte Persönlichkeiten, die durch besondere Leistungen, Talente, Erlebnisse, Reisen oder Karrieren hervorstechen. Doch auch bestimmte Schicksalsschläge sind ein typischer Anlass, eine Biografie zu schreiben. Bis heute gilt die Biografie als relevante Literaturgattung, da sie der historischen Archivierung dient, aber auch vielen Menschen bei der Verarbeitung bestimmter Lebenssituationen hilft. Auch viele ältere Menschen nutzen diese Textsorte, um das Leben Revue passieren zu lassen, einen Sinn im Vergangenen zu finden und die Geschichte der eigenen Familie festzuhalten.

Biografie vs. Biographie | Beide Schreibweisen gehen für die Lebensgeschichte

Eine Frage, die sich beim Biografie schreiben mit als Erstes aufdrängt: Heißt es nun Biografie oder Biographie? Wie auch immer Du es machst, machst Du es richtig! Beide Schreibweisen stehen im Duden und sind damit korrekt. Die Variante mit „ph“ erinnert noch stärker an den altgriechischen Begriff „biographía“ und ist damit älter. Dahingegen wird die modernere Schreibweise mit „f“ vom Duden empfohlen.

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Die Rolle der Biografiearbeit in der Pflege

Die sogenannte Biografiearbeit (oder: Biographiearbeit) spielt eine große Rolle in der Altenpflege. Dabei steht die Beschäftigung mit dem Lebenslauf einer Person im Fokus. Sinn und Zweck des Ganzen ist, dass das Pflegepersonal die Patientinnen und Patienten besser verstehen und damit auch korrekt behandeln kann. Dieser Ansatz geht auf das psychobiographische Pflegemodell nach Erwin Böhm zurück und vereint die Sozialarbeit mit Psychologie und der Pflege. Personal und Pflegebedürftige schöpfen somit Vertrauen ineinander und letztere gewinnen ein stärkeres Selbstbewusstsein. An Demenz erkrankten Personen kann die Biografiearbeit dabei helfen, sich länger ihrer eigenen Identität bewusst zu bleiben.

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Wie funktioniert das Ganze?

Durch Bilder, Videos, Spiele, Übungen und persönliche Gegenstände werden Erinnerungen zurück ins Gedächtnis geholt. Diese halten die Mitarbeiter:innen in Biografiebögen fest. Verpflichtend ist diese Methode natürlich nicht! Die Patientinnen, Patienten oder Angehörigen müssen hierfür ihr Einverständnis geben.

Warum Du Deine Biografie der Lebensgeschichte schreiben solltest

Eine Biografie schreiben lohnt sich also allemal für die ältere Generation, doch auch bei jüngeren Leuten spricht vieles dafür, sich dieser Herausforderung zu stellen. Übrigens musst Du nicht einmal Deine eigene Biografie als Buch schreiben (= Autobiografie). Vielleicht gibt es auch eine besonders inspirierende Person in Deinem Umfeld, deren Werdegang Du verewigen möchtest. Falls Dir hierfür der letzte Anstoß fehlt, geben wir Dir diesen gerne mit unseren besten Argumenten für‘ s Niederschreiben einer Biografie:

  • Erinnerungen festhalten. Für Dich oder andere.
  • Sich selbst und die eigenen Leistungen reflektieren.
  • Du wirst sehen, wie stolz Du auf Dich sein kannst.
  • Verarbeitung von Krisen.
  • Vielen hilft es, sich traumatische Lebensabschnitte von der Seele zu schreiben, Gefühle zu benennen und damit Wege aus diesen Situationen zu finden
  • Die eigene Identität aufarbeiten und erkennen, wer Du eigentlich bist.
  • Erfahrungen, Lebensweisheiten und Wissen weitergeben.
  • Du bist Zeitzeuge oder Zeitzeugin eines historischen Ereignisses geworden? Oder kennst eine Person, auf die das zutrifft? Halte Deine oder die Memoiren eines anderen Menschen für die nachfolgenden Generationen fest!
  • Wer sich schriftlich verwirklicht, wird nie wirklich sterben. Etwas von Dir bleibt.
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Biografie der Lebensgeschichte schreiben in 7 Schritten

Eine gesamte Lebensgeschichte zu Papier zu bringen, ist ein unheimlich aufwendiger Prozess. Daher solltest Du planvoll ans Biografie schreiben herangehen, um eine Schreibblockade zu vermeiden. Orientiere Dich dabei gerne an unseren 7 Schritten, die wir gleich nochmal genauer durchgehen!

  1. Das Leben in Abschnitte einteilen
  2. Wichtige Fragen stellen
  3. Erinnerungen aufleben lassen
  4. Familie, Freundinnen & Freunde um Hilfe bitten
  5. Schreiben
  6. Prüfen & perfektionieren
  7. Druck & Veröffentlichung

1. Das Leben in Abschnitte einteilen

Das Leben in Abschnitte einteilen Bevor es an den eigentlichen Text geht, ist erstmal ein gewisses strukturierendes Talent gefragt. Denn im ersten Schritt teilst Du Dein Leben in grobe Abschnitte ein. Du kannst dafür etwa bestimmte Altersspannen, Wohnorte, Karriere- oder Entwicklungsschritte nutzen. Mach Dir dann zu jedem Abschnitt Notizen, um herauszufinden, welche prägenden Erlebnisse Du in ihnen durchlebt hast. Beim späteren Biografie schreiben musst Du Dich aber nicht an diese oftmals chronologische Reihenfolge halten.

2. Wichtige Fragen stellen

Dir bestimmte Fragen zu stellen, hilft dabei, wirklich in die Tiefe Deiner eigenen Vergangenheit abzutauchen. Oftmals werden dabei Erinnerungen wach, die Du im ersten Schritt womöglich vergessen oder verdrängt hast. Folgende Fragen bieten sich hierfür an:

  • Welche Erlebnisse und Ereignisse haben sich nachhaltig auf mich und mein Leben ausgewirkt?
  • Welche Menschen haben mich (positiv oder negativ) beeinflusst?
  • Gab es Personen, die mir immer den Rücken gestärkt haben?
  • Habe ich Entscheidungen getroffen, die meinen Werdegang bestimmt haben?
  • Welche Wendepunkte oder Veränderungen gab es in meinem Leben? Habe ich diese selbst ins Rollen gebracht oder wurden sie von anderen Menschen oder Umständen ausgelöst?
  • Wovon habe ich als Kind geträumt? Haben sich meine Träume erfüllt?
  • Welche Ziele und Wünsche waren mir einmal sehr wichtig, haben aber an Bedeutung verloren? Warum ist oder war das so?
  • Was war mir früher wichtig? Und wo setze ich heute meine Prioritäten? Woran liegt das?
  • Was möchte ich noch erreichen? Welche Pläne, Wünsche und Ziele habe ich für die Zukunft? Fehlt mir etwas? Fühle ich mich angekommen?

3. Erinnerungen aufleben lassen

Ein Leben besteht aus unendlich vielen Augenblicken, an die wir uns niemals bis ins kleinste Detail erinnern werden können. Meistens sind sogar die ersten Lebensjahre bis auf wenige, wichtige Momente aus unserem Gedächtnis verschwunden. Es ist daher total sinnvoll, Erinnerungen aufzufrischen, indem Du Dir Videos, Fotos, Tagebücher oder Briefe Deiner Vergangenheit ansiehst. Du kannst auch Orte besuchen, die Dir einmal wichtig waren. Dein Elternhaus, Deinen jährlichen Urlaubsort oder Deine alte Schule zum Beispiel.

4. Familie, Freundinnen & Freunde um Hilfe bitten

Da wir manchmal die Wahrnehmung bestimmter Ereignisse im Nachhinein unbewusst verändern, ist es sinnvoll, sich Hilfe von außen zu holen. Freundinnen, Freunde, Familie und Bekannte können Dir von ihrer Sichtweise berichten oder Ereignisse ansprechen, die Du selbst gar nicht auf dem Schirm hattest. Hierfür bieten sich Interviews, Fragebögen und Tonaufnahmen an, damit alles sicher festgehalten wird.

5. Schreiben

Erst jetzt startest Du mit dem Schreiben Deiner Biografie. Lies Dir dazu Deine Notizen nochmal gut durch und entscheide bewusst, welche Erlebnisse in Deine Geschichte gehören. Was ist wirklich wichtig, welche Ereignisse kannst Du auslassen? Du musst nicht jeden Schultag, jede Beziehung, jede Kleinigkeit zu Papier bringen. Orientiere Dich stattdessen lieber an Deinem Fragenkatalog! Falls Du beim Schreiben Bezug auf andere Personen nimmst (nicht allzu unwahrscheinlich), solltest Du Dir außerdem gut überlegen, ob Du ihre Namen änderst. Damit schützt Du sie, aber auch Dich. Alternativ kannst Du Dir schriftlich das Einverständnis für die Nennung der richtigen Namen einholen. So bist Du rechtlich auf der sicheren Seite.

6. Prüfen & perfektionieren

Prüfen & perfektionieren Möchtest Du Deine Biografie veröffentlichen, solltest Du nach dem Schreiben des letzten Satzes unbedingt nochmal in Ruhe über alles drüber lesen. Das gilt übrigens für alle Gattungen, auch für‘ s Sachbuch schreiben. Scheu Dich nicht, Passagen zu kürzen oder zu streichen, wenn sie Dir nun doch nicht mehr wichtig erscheinen. Im vorletzten Schritt werden natürlich ebenfalls kleine Fehlerchen in Rechtschreibung, Grammatik und Interpunktion ausgebessert. Die Korrektur durch einen Profi (wie beim Roman Lektorat) ist auch extrem empfehlenswert.

7. Druck & Veröffentlichung

Druck & Veröffentlichung Vielleicht schreibst Du Deine Biografie nur für Dich, Deine Familie und Freunde. Und das ist vollkommen legitim! Wir haben bereits festgestellt, wie wertvoll das Biografie schreiben für die persönliche Entwicklung, Reflexion und das Finden des inneren Friedens sein kann. Jedoch steht Dir, am besten nach einem Buch Lektorat, darüber hinaus der Schritt der Veröffentlichung frei. Entweder im Self-Publishing oder Du versuchst es über eine Literaturagentur bzw. einen Verlag. So oder so: Wir sind stolz auf Dich, dass Du es bis hierhin geschafft hast. Die Beschäftigung mit der eigenen Vergangenheit kann uns aufwühlen, befreien und herausfordern.

Was ist Oral History bei der Biografie Lebensgeschichte?

Oral History (englisch; wörtlich übersetzt „mündliche Geschichte“) ist eine Methode der Geschichtswissenschaft, die auf dem Sprechenlassen von Zeitzeugen basiert. Dabei sollen die Zeitzeugen möglichst wenig von dem Historiker beeinflusst werden. Insbesondere Personen aus diversen Milieus sollen auf diese Weise ihre Lebenswelt und Sichtweisen für die Nachwelt darstellen können.

Traditionell lässt man bei der Oral History seine Zeitzeugen frei erzählen. Das Erzählte wird mit einem Tonaufnahmegerät oder einer Videokamera festgehalten. Erinnerungsstützen wie Fotoalben, persönliche Objekte, Tagebücher usw. unterstützen die Erzählung. Oft werden die Ton-Aufzeichnungen transkribiert, also mehr oder weniger wörtlich in Schrift übertragen. In einer Nachbearbeitung des Gesagten, eventuell mit dem Zeitzeugen, können Widersprüche geklärt oder Unklarheiten beseitigt werden. Umfangreichere Interviewsammlungen werden oft verschlagwortet und in digitalen Interview-Archiven aufbereitet.

  • Historische Ereignisse aus der Froschperspektive betrachten und aufschreiben. Froschperspektive heißt aus der Perspektive der einfachen Bürger Dinge zu betrachten.
  • Oral History ist der Überbegriff für das mündliche Erzählen von Geschichte, die mündliche Weitergabe von geschichtlichen Wissen
  • Man muss unterscheiden zwischen Biographien von Eliten die gut schreiben können und der einfachen Leute.
  • Diese Aufzeichnungen sind sehr interessant für Heimat-, städtische und Landesmuseen.
  • Die haben alle in der Regel Ausstellungen zur Alltagsgeschichte in der Region, die sind dankbar über original Aufnahmen in Ton und Bild (lokal Kolorit, Mundart, Brauchtum etc.) um dies für künftige Generationen zu bewahren.
  • Geschichte aus erster Hand

Geschichtenretter & die Wissenschaft

Auch die Wissenschaft zeigt Interesse an Geschichtenretter. Wir sind in Kontakt und Austausch mit einem Lehrstuhl für Sprachwissenschaft. Für Geschichtenretter ist es wichtig historische Ereignisse aus der Froschperspektive zu betrachten und zu bewahren. Wie möchten die mündliche Geschichte für künftige Generationen in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern konservieren und diese Aufzeichnungen städtischen Museen, Heimatkundemuseen und Landesmuseen in einer Datenbank zugänglichen machen. Diese Einrichtungen haben in der Regel Ausstellungen zur Alltagsgeschichte der Region und sind auf original Aufnahmen in Ton und Bild angewiesen. Dies geschieht natürlich nur mit explizierter Zustimmung der Teilnehmenden Personen!

Geschichtenretter: Die Mission der Erinnerung

Geschichtenretter ist ein Startup, das sich der wichtigen Aufgabe widmet, die Lebensgeschichten von älteren Menschen zu bewahren und als wertvolles Erbe für zukünftige Generationen zu erhalten. Unsere Mission ist es, die oralen Geschichten und Erinnerungen von Menschen in digitaler Form festzuhalten und für die Nachwelt zugänglich zu machen. Dabei gehen wir über die traditionelle Biografiearbeit hinaus und nutzen moderne Technologie, um eine Brücke zwischen den Generationen zu schlagen.

Unsere Methodik

Unser Ansatz basiert auf der Oral History-Methode, die es ermöglicht, Zeitzeugen frei erzählen zu lassen, ohne sie zu beeinflussen. Wir verwenden Tonaufnahmegeräte und Videokameras, um die authentischen Geschichten und Erinnerungen unserer Protagonisten festzuhalten. Diese Erzählungen werden durch Erinnerungsstützen wie Fotos, persönliche Objekte und Dokumente ergänzt, um eine umfassende Darstellung ihres Lebens zu ermöglichen.

 

Warum Geschichtenretter für die Biografie Lebensgeschichte?

Uns ist bewusst, wie wertvoll die persönlichen Geschichten und Erinnerungen von Menschen sind. Sie tragen zur Verständigung zwischen den Generationen bei und helfen, die Vergangenheit lebendig zu halten. Unsere Arbeit ist nicht nur ein Beitrag zur Archivierung von Geschichte, sondern auch zur Stärkung des individuellen Selbstbewusstseins und der Identität unserer Protagonisten. Geschichtenretter ermöglicht es Menschen, ihre Erlebnisse und Weisheiten an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben und somit unvergesslich zu werden.
In enger Zusammenarbeit mit den Erzählern und unter strenger Einhaltung ethischer Standards gewährleisten wir, dass die Aufzeichnungen mit Respekt und Sensibilität behandelt werden. Wir sind stolz darauf, ein Teil der Mission zu sein, die oralen Geschichten und Lebenserfahrungen unserer Protagonisten für die Ewigkeit zu bewahren.
Geschichtenretter - Wir bewahren Erinnerungen, schaffen Verbindungen und schreiben Geschichte neu.

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Geschichtenretter: Wir retten Erinnerungen.

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Herr Markus Klein

Geschäftsführer

Eifelplatz 7, 50677 Köln

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